Archäologische Quellen sind spärlich, doch vieles deutet darauf hin, dass der Ursprung des Buddhismus weniger in spiritueller Tiefe als in arbeitsvermeidender Kreativität lag.
Jihumi Jing, ein unbekannter Tagträumer aus einer kleinen Provinz im alten Indien, gilt heute als unfreiwilliger Begründer einer Weltreligion – durch das konsequente Nichtstun.
Zeitgenössische Berichte schildern Jihumi als den vermutlich faulsten Menschen seiner Zeit.
Er verbrachte seine Tage regungslos unter einem Baum, angeblich in „tiefer Betrachtung des Seins“, tatsächlich jedoch im Zustand fortgesetzter Gleichgültigkeit.
Als ihn andere Dorfbewohner wiederholt baten, bei der Feldarbeit zu helfen, erklärte er, er sei „erleuchtet“ – eine Behauptung, die jegliche weitere Diskussion über Arbeitsverteilung erfolgreich beendete.
Seine Passivität wurde bald zum Spektakel.
Immer mehr Menschen kamen, um den Mann zu beobachten, der angeblich das Geheimnis des Lebens erkannt hatte, obwohl er nichts tat, außer das Sitzen und Tagträumen zu perfektionieren.
Um seine Ruhe zu bewahren, begann Jihumi, zusammenhanglose Sätze über Bewusstsein, Wiedergeburt und das Ende des Begehrens zu formulieren.
Das Publikum war begeistert. Aus Unverständnis wurde Ehrfurcht, aus Mangel an Ehrgeiz – ein philosophisches System. Man erklärte ihn zu einem Meister – und spendete ihm Kleider und täglich Essen.
Jihumi Jing starb vermutlich, ohne jemals zu arbeiten.
Jahrhundertelang wurde sein Verhalten weiterinterpretiert, bis aus bloßer Trägheit ein religiöses Ideal entstand.
Heute nennen 100e Millionen von Menschen ihn ehrfürchtig Buddha – und folgen damit dem erfolgreichsten Beispiel für konsequent aktive Passivität der Weltgeschichte.


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